Von der Mütterschule zur Familienbildungsstätte

Im Jahr 1952, also vor 70 Jahren, wurde in Lübeck vom Frauenarbeitskreis, in Zusammenarbeit mit dem Selbsthilfeausschuss und der Gesundheitsbehörde die Lübecker Mütterschule gegründet. Das Ziel war, junge Frauen auf den Ehestand und die Kindererziehung vorzubereiten.

Mit 72 ehrenamtlichen Mitgliedern baute der Frauenarbeitskreis die Mütterschule auf und innerhalb kurzer Zeit war der Bedarf so groß, dass die Trägerschaft 1955 an die GEMEINNÜTZIGE übergeben wurde. Damals fanden die Kurse in einer Schule statt und obwohl man in der Dr.-Julius-Leberstraße 49 eigene Räumlichkeiten anmietete, ware bereits 1958 auch diese zu klein. 

1959
ermöglichte eine großzügige Stiftung des Lübecker Kaufmannes Adolfo Christern den Umzug der Mütterschule in ein eigenes Haus in der Jürgen-Wullenwever-Straße 1, in der sie sich heute noch befindet. Mit Hilfe des Landes, der Stadt, der LVA, der Possehl-Stiftung, der Arbeitsgemeinschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und einer günstigen Hypothek wurde aus der verwohnten Villa die Mütterschule. Aus der Mütterschule, die auch oft als Nähschule bezeichnet wurde, entstand allmählich eine allen zeitgemäßen Ansprüchen gewachsene Einrichtung, die über alles verfügte, was für die Erwachsenenbildung auf dem außerberuflichen Sektor erforderlich war.

1970
wurde die Mütterschule in Familienbildungsstätte (FBS) umbenannt, allerdings wurde die Bezeichnung nur angefügt. Ende der 70er Jahre wurden umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, um den Platzbedarf der Mütterschule FBS abzudecken. 

1986
man wollte nun vermehrt auch Männer und Väter in die Kurse einbinden, wurde die Mütterschule hinten angestellt. Bis 2020 nannte man sich noch FBS Lübecker Mütterschule. Mit dem Leitungswechsel von Frau Mardfeld, die 34 Jahre die Leiterin der Einrichtung war, zu Frau Bohn heißt die FBS nun Familienbildungsstätte der Gemeinnützigen. Die Coronazeit wurde genutzt, um zahlreiche Renovierungs- und Erneuerungsprojekte durchzuführen, um die Familienbildungsstätte zukunftsfähig auszurichten.

Heute ist die FBS mit ihren zahlreichen Angeboten eine der größten Familienbildungsstätten in Schleswig-Holstein und ist für Lübecker BürgerInnen zu einer generationsübergreifenden Anlaufstelle für werdende Eltern, Familien und SeniorInnen geworden.

Im Mai konnten sich die Lübecker BürgerInnen am Tag der offenen Tür über das vielfältige Angebot informieren und das wunderschöne alte Haus in St. Gertrud besuchen. Viele der Seniorinnen, die das Haus heute besuchen, haben schon als junge Mütter an den Angeboten der Mütterschule teilgenommen und sind dem Hause treu geblieben. Und auch viele Erwachsene, die heute an Bewegungs- oder Kreativangeboten teilnehmen, haben schon als Kinder mit ihren Müttern in der FBS gespielt oder geturnt.

Heute findet sich in den unterschiedlichen Fachbereichen ein breites Angebot für alle Altersstufen.

Veranstaltungen für werdende und junge Eltern rund um die ersten 3 Lebensjahre:
  • PEKiP oder DELFI® Kurse
  • Bewegungsangebote für Eltern und Kinder
  • Babymassage
  • musikalische Früherziehung
  • Info-Abende und Workshops zu Themen des Elternwerdens und Elternseins und vieles mehr.

Angebote rund um die Familie:
  • Bastelangebote für Kinder und Begleitpersonen
  • kreativer Kindertanz
  • Spielgruppen
  • Yoga und Entspannungskurse für Grundschulkinder
  • Elternabende zu Themen der Erziehung und Beratungsangebote.
Entspannungs- und Bewegungsangebote für Erwachsene sowie Angebote für die Generation 60plus:
  • Seminar zur Vorbereitung auf den Ruhestand
  • Näh- und Kochkurse

Ganz neu hinzugekommen sind Cafés für unterschiedliche Zielgruppen wie z.B. das Still-Café, das wellcome-Café oder das Café 60plus.

Die aktuellen Kurstermine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender und auf www.fbs-luebeck.de

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