Teil 1 der Serie „Heilung unserer Probleme“

Wenn die Seele von Eltern und Kindern nicht mehr weiter weiß…dann ist es an der Zeit, etwas zu verändern.

Wir möchten Ihnen in diesem ersten Artikel einer sechsteiligen Serie eine neue Möglichkeit vorstellen, leichter mit den vielen Herausforderungen und Lernaufgaben des Lebens zurechtzukommen, um gesünder und glücklicher zu werden. In einer Gesellschaft, in der Depression zu einer Volkskrankheit mutiert, brauchen wir neue Methoden, die schneller, einfacher und tiefgreifender helfen können, um uns endlich unabhängig weiterentwickeln zu können. Diese Serie im Lüttbecker berichtet über die tatsächlichen Ursachen und derzeitigen Probleme in Familien, Schulen und Beziehungen. Die Serie zeigt gleichzeitig einen neuen Lösungsansatz für die Heilung unserer Probleme auf.

 

„Wir sind jetzt die Generation, die anfängt sich bewusst vom Schmerz zu befreien, damit wir in Zukunft unsere Liebe und nicht unseren Schmerz an unsere Kinder weitergeben“

Die Praxen für Psychotherapie für Kinder und Erwachsene laufen über und die Hilflosigkeit und Ohnmacht der Betroffenen wird immer größer. Sie müssen schnell wieder funktionieren in Schule, Beruf, als Mutter und Vater. Der Druck in allen Bereichen steigt und kein Ende ist in Sicht. Therapieplätze und Therapien brauchen meistens ihre Zeit und bis dahin müssen wir eben durchhalten, wenn wir noch können.

Ist mein Kind so wie es ist richtig?“, „Bin ich als Mutter gut genug?“, „Ist der Arbeitsplatz sicher?“, „Lieben wir uns eigentlich noch wirklich?“, „Woher kommt meine Wut auf andere?“, „Wieso habe ich vor vielen Situationen Angst?“ All diese Fragen können sehr belastend sein und haben meistens nur zwei Ursachen: Fehlendes Urvertrauen und fehlende Selbstliebe. Diese beiden wichtigsten Persönlichkeitsaspekte werden in unserer Kindheit, sogar schon ein Großteil im Mutterleib, während Schwangerschaft und Geburt, ausgebildet. Bei den meisten sind bereits da viele negativ geprägte Erfahrungen gespeichert.

Jeder hat sie, die Päckchen aus unserer Kindheit, in denen die aufgestaute Wut, Ohnmacht, Traurigkeit und Angst sitzen und die wir in unserem Unterbewusstsein tagtäglich mit uns rumschleppen und verdrängen wollen. Sie lassen sich aber nicht verdrängen. Sie suchen sich ihren Weg, um hoffentlich irgendwann gesehen und gelöst zu werden. Die Wege können über körperliche Symptome oder psychische Probleme gehen. Auch das Außen ist ein Spiegel, in Form von stressigen Situationen in Familie und Beruf. Um diese Zeichen nicht zu sehen und zu fühlen, fangen wir an, unsere emotionale Mauer hochzuziehen und uns in Süchte und Komfortzonen zu begeben, die uns vorspielen, dass alles okay ist. Wir denken auch, dass wir alles unter Kontrolle haben und dass wir eigentlich noch gut drauf sind. Unsere Seele ist bereits am Limit und schreit nach einer Auszeit und Selbstliebe, aber wir lächeln alles weg oder beißen die Zähne zusammen, weil wir uns gar nicht mehr fühlen können.

Unser inneres Kind

Wir haben keinen Kontakt mehr zu unserem sogenannten innerem Kind. Das innere Kind ist das, was unser Unterbewusstsein im emotionalen Bereich fühlt. Besonders diejenigen, die immer gut drauf sind und funktionieren, sind oftmals komplett von ihrem inneren Kind abgespalten, da sie nur über den Kopf versuchen zu fühlen. Tiefe Emotionen und Empathie sind so gut wie abtrainiert. Wie kommt es dazu? Meistens blieb uns nichts anderes übrig, als unsere Emotionen wie Angst, Traurigkeit, Wut zu kontrollieren und abzuspalten, weil keiner da war, der uns geholfen hat. Wir waren allein mit diesem Schmerz. Wenn uns so etwas oft passiert ist, dann haben wir das Vertrauen immer mehr verloren und den Weg der Verdrängung gewählt, um irgendwie weiter zu funktionieren.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass uns diese Erfahrungen auch stärker gemacht haben, das stimmt aber nur zum Teil. Wenn wir gelernt haben, dass wir niemanden wirklich vertrauen können und wir uns sehr allein mit unserem Schmerz fühlen, dann ist in unserem Unterbewusstsein Wut und Traurigkeit gespeichert und unser Urvertrauen gestört. Das führt dazu, dass wir ständig im Stress und in der Anspannung sind und unsere Sinne und Intuition nicht mehr funktionstüchtig sind, die wir als wichtigste Werkzeuge brauchen, um zu wissen, was unser Weg ist und was gut für uns ist. Wir erschaffen uns durch Stress negative Situationen, weil wir nicht mehr klar sind und dadurch Fehlentscheidungen treffen oder überreagieren. Bei den Kindern führt es zu Schulproblemen, da ihr Gehirn durch Stress weniger aufnehmen und verarbeiten kann. Eigentlich kann unsere Seele dann oft schon lange nicht mehr und wünscht sich endlich Ruhe, die wir uns aber nicht erlauben. Wir warten dann unbewusst darauf, dass jemand von Außen oder unser Körper ein Zeichen gibt, damit endlich die Pause kommt. Wir müssen lernen, für uns selbst zu sorgen bevor es dazu kommt. Die ganzen unterdrückten Gefühle führen dazu, dass wir uns immer wieder unbewusst Situationen schaffen, die uns in diesen Gefühlen bestätigen. Wir bekommen Jobs, in denen wir nicht glücklich sind, wir werden von Kindern und Partnern benutzt anstatt geliebt, etc… Wieso entscheiden wir uns so zu leben und erlauben den Menschen so mit uns umzugehen?

Emotionen und Denkmuster müssen neu programmiert werden

Weil wir süchtig sind nach den Gefühlen, die wir kennen. Das Gehirn schüttet Hormone für unsere Gefühle aus und wenn wir Gefühle wie Ablehnung kennen, aber Liebe noch nicht, dann muss unser System auf seelischer, geistiger und körperlicher Ebene erst einmal entgiften und neue Emotionen und Denkmuster müssen neu programmiert und gelernt werden. Das dauert eine gewisse Zeit, je nachdem wie stark ein bestimmtes Muster bereits gelebt wurde. Wichtig ist, als erstes eine Entscheidung für sich selbst zu treffen, dass man raus aus dem alten sich ständig wiederholendem Thema möchte.

Da wir Menschen Gewohnheitstiere sind, warten wir meistens darauf, dass etwas im Außen passiert oder wir körperlich und geistig an Grenzen stoßen. Wir haben Angst vor Veränderungen und ziehen oft den gewohnten Schmerz vor der Leichtigkeit und inneren Selbstbestimmung vor. Die Angst, alte Strukturen und Glaubensmuster zu verlassen, die uns lange den angeblichen „Halt“ gegeben haben, ist leider oft sehr stark. Auch unsere unbewusste Scham ist groß, da wir natürlich auch andere benutzen, um immer wieder diesen Schmerz zu erfahren. Diese Erkenntnis ist für viele erst einmal befremdlich, da sie dachten, dass sie gar keinen Einfluss auf die Reaktionen anderer haben. Wir kreieren uns permanent Situationen, in denen wir verletzt werden. Die Erlaubnis, dass es uns und unseren inneren Kindern gut gehen darf, ist so weit weg. Wir liefern unsere inneren Kinder jeden Tag aus, damit sie klein gemacht und lieblos behandelt werden. Das machen wir unbewusst jeden Tag mit uns selbst.

Wir müssen lernen Eigenverantwortung für uns selbst zu übernehmen

„Schmerz kennen und erwarten wir, Liebe und Leichtigkeit müssen wir noch lernen!“ Wie kommen wir da langsam hin? Indem wir lernen, Eigenverantwortung für uns selbst zu übernehmen und zwar für den Schmerz und unsere inneren Kinder, die wir in unserem Unterbewusstsein weggesperrt haben. Wenn wir nicht wollen, dass wir unsere unterdrückte Wut, Traurigkeit und Angst unbewusst immer wieder auf z.B. unsere Kinder oder Partner übertragen oder uns selbst das Leben immer schwerer machen, sollten wir anfangen, unsere Päckchen anzuschauen.

Hierzu gibt es nun eine Möglichkeit in Form einer Methode, die sich zur Selbsthilfe und in Gruppenarbeit eignet und auch in verschiedene Therapieformen integrierbar ist. Bereits Kinder und Jugendliche können mit der Methode arbeiten.

Die Phoenix 2-Schritt-Methode

Die Phoenix 2-Schritt-Methode löst die Themen auf zwei Ebenen: auf der mentalen und emotionalen Ebene. Nur, wenn wir die alten Glaubensmuster und gleichzeitig die emotionale Ursache lösen, kann das Thema wirklich gehen. Um den emotionalen Schmerz zu lösen, müssen wir nur lernen, ihn anzunehmen, anstatt ihn zu verdrängen. Wir lernen wieder Mitgefühl für uns selbst zu entwickeln, Traurigkeit und Wut zuzulassen und Ängste bewusst einfach durch uns durchfließen zu lassen. Unser Gehirn kann dann die emotionale und rationale Hälfte verknüpfen und anschließend z.B. eine alte Angst endlich als erledigt abspeichern und gehen lassen. Unter unseren Ängsten, der Traurigkeit und Wut, fühlen wir dann wieder unser Urvertrauen und die Selbstliebe, die dann gelebt werden kann. Die Methode ist so simpel, denn sie lehrt uns nur, wieder unsere Emotionen fühlen zu können und zu erkennen, dass wir für all unsere Themen selbst die Verantwortung tragen.

Die Methode wird in Deutschland in verschiedenen Bundesländern in Form von offenen Lerngruppen angeboten, in denen man unverbindlich aber mit Anmeldung teilnehmen kann. In den Bunten Räumen Lübeck leitet Pamela Bessel (die Entwicklerin der Methode) die offenen Lerngruppen für Erwachsene und Jugendliche. Ilka Schneider arbeitet in Einzelsitzungen mit Erwachsenen und Kindern. Infos und Kontakt unter: www.pamelabessel.de und www.impulse-schneider.de

Veranstaltungstipp:
06.02.18 um 19 Uhr kostenloser Vortrag „Kinder der neuen Zeit“ mit Pamela Bessel in den Bunten Räumen Lübeck, Schwertfegerstr. 9 / Auf YouTube gibt es ihn bereits zu sehen.

 

In der nächsten Ausgabe geht es um das Thema „Partnerschaft: “Wenn der Partner zum Arschengel wird“