Ostern

Schöne Osterzeit

Alte Oster-Bräuche, natürliche Deko und nachhaltige Ideen

Der Duft von frisch gebackenem Hefezopf, bunte Eier im Körbchen und die Aufregung in den Kinderaugen – manche Dinge ändern sich nie. Ostern war schon immer ein Fest voller Vorfreude, Tradition und kleiner Wunder. Dabei sind die Erinnerungen von früher voller Inspiration für heute.

Ostern früher und heute

„Weißt du noch, wie wir früher Ostern gefeiert haben?“ – wer diese Frage an Oma oder Opa stellt, bekommt oft leuchtende Augen als Antwort. Dann wird von Osterbräuchen erzählt, die heute fast vergessen sind, von selbstgemachten Überraschungen und von der besonderen Atmosphäre, die das Fest hatte.

„Bei uns wurden die Eier mit Zwiebelschalen gefärbt“, erzählt Oma vielleicht. „Die braunen Schalen ergaben die schönsten warmen Rottöne. Wir haben wochenlang Zwiebelschalen gesammelt, und am Gründonnerstag wurde dann gefärbt – das war jedes Mal ein kleines Fest für sich.“ Jedes Ei war ein Unikat, mit zarten Mustern und natürlichen Farbverläufen. Der Ostertisch wurde mit Zweigen aus dem Garten geschmückt – Birke, Weide, Forsythie –, die in der warmen Stube zum Blühen gebracht wurden. Ein gesticktes Tischtuch, ein paar Frühlingsblumen, selbstgebackene Leckereien – mehr brauchte es nicht für die festliche Stimmung.

Die Geschenke waren klein, aber heiß ersehnt. Bunte Eier, ein Schokoladen-Hase, vielleicht ein neues Springseil oder ein Bilderbuch. Die Vorfreude war riesig, und am Ostermorgen ging es dann auf die große Suche – im Garten, zwischen den ersten Frühlingsblumen, hinter Büschen und unter Bäumen.

Und heute?

Ostern ist bunter und vielfältiger geworden. Die Möglichkeiten sind grenzenlos – von aufwendigen Bastel-Sets bis zu riesigen Schokoladen-Überraschungen, von fertiger Deko in allen Farben bis zu besonderen Oster-Events. Und auch die Geschenke sind um einiges größer geworden. Familien können aus einem reichen Angebot wählen und Ostern ganz nach ihrem Geschmack gestalten. Das ist wunderbar!

Und gleichzeitig entdecken viele die alten Traditionen neu: das Färben mit Naturfarben, das Sammeln von Zweigen im Wald, das Selbermachen statt Kaufen. Nicht aus Verzicht, sondern aus Freude – weil es schön ist, die Natur zu nutzen, weil gemeinsames Basteln und Vorbereiten verbindet, weil Kinder lieben, was mit den eigenen Händen entsteht.

Das Schönste: Wir können beides haben. Die Fülle von heute und die Einfachheit von damals. Die Schokoladen-Ostereier und die selbstgefärbten. Die gekaufte Deko und die gesammelten Zweige. Die großen Überraschungen und die kleinen Rituale. Ostern ist groß genug für all das – und für jeden mit seinen Vorlieben.

Norddeutsche Osterbräuche:

Das Osterfeuer

Ein Klassiker, der auch heute noch zu Ostern gehört: das große Osterfeuer am Samstagabend. Früher sollte es den Winter vertreiben und böse Geister fernhalten. Heute ist es vor allem ein geselliges Ereignis, bei dem sich die Dorfgemeinschaft oder Nachbarschaft trifft. Wichtig war und ist: Das Holz wird oft wochenlang gesammelt, und das Entzünden des Feuers ist ein kleines Ritual.

Eierwerfen und Eiertrudeln

Ein Brauch, den viele nur noch vom Hörensagen kennen: Beim Eierwerfen wurden hartgekochte Eier über ein Haus oder eine Scheune geworfen – wessen Ei heil blieb, hatte Glück für das kommende Jahr. Beim Eiertrudeln wurden Eier einen Hügel hinuntergerollt – das Ei, das am weitesten rollte, gewann. Beide Spiele sorgten für viel Gelächter und machten aus einem einfachen Ei ein Spielgerät.

Schmackostern

In manchen norddeutschen Regionen gab es den Brauch des „Schmackosterns“: Männer gingen am Ostersonntag von Haus zu Haus und bekamen von den Frauen Eier und Schnaps. Im Gegenzug brachten sie Glückwünsche und manchmal auch einen Frühlingsstrauß. Der Brauch ist heute weitgehend verschwunden, zeigt aber, wie Ostern auch ein Fest der Gemeinschaft war.

Osterwasser

Wer am frühen Ostermorgen schweigend Wasser aus einem Bach oder Brunnen holte, dem sollte es das ganze Jahr über Schönheit und Gesundheit bringen – so lautete der alte Glaube. Das „Osterwasser“ durfte auf dem Heimweg nicht abgesetzt werden, und wer sprach, brach den Zauber. Heute ein fast vergessener Brauch, aber wer ihn ausprobiert, erlebt den Ostermorgen auf ganz besondere Weise.

Nachhaltig Ostern feiern:

Ostern kann auch ohne Schnickschnack aus Fernost wunderschön sein. Mit ein paar einfachen Ideen wird das Fest zum nachhaltigen Erlebnis – ganz ohne Verzicht.

Ostern: Osterideen für Familien mit Kindern

Mit Naturfarben lassen sich wunderbare Effekte erzielen:

  • Rotkohl für kühles Blau
  • Zwiebelschalen für warme Rot- & Brauntöne
  • Rote Bete für zartes Rosa
  • Spinat oder Brennnessel für sanftes Grün
  • Kurkuma für leuchtendes Gelb

Die Eier einfach in einem Sud aus Wasser und Naturmaterial kochen, trocknen lassen – fertig. Wer mag, kann vor dem Färben Blätter oder Gräser mit einem Nylonstrumpf fixieren, dann entstehen schöne Muster.

Ein riesiger Schoko-Hase macht nicht glücklicher als ein kleiner. Wie wäre es stattdessen mit:

  • Einem guten, fair gehandelten Schoko-Ei
  • Selbstgemachten Pralinen oder Keksen in einer hübschen Verpackung
  • Einem kleinen Buch oder Spiel als Ergänzung zur Süßigkeit
  • Einem „Gutschein“ für gemeinsame Zeit: Ausflug, Picknick, Bastel-Nachmittag

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, findet alles, was es für eine schöne Osterdeko braucht:

  • Zweige mit Knospen in eine Vase stellen (Birke, Weide, Kirsche, Forsythie)
  • Moos, Flechten, kleine Äste als Nestmaterial
  • Federn (oft auf Spaziergängen zu finden)
  • Steine, die Kinder bemalen können
  • Frühlingsblumen aus dem Garten –
  • Primeln, Narzissen, Traubenhyazinthen

Die Zweige können mit den naturgefärbten Eiern behängt werden. Alles, was ihr braucht, ist ein Spaziergang und ein Körbchen.

Ostern Regional & fair

Wer nachhaltig schenken möchte, muss nicht auf schöne Ideen verzichten. Regionale Produkte und fair gehandelte Waren machen Geschenke persönlicher und oft sogar besonderer.

Besonders schön sind Geschenke aus der Region: Honig vom lokalen Imker im hübschen Glas ist ein süßes Mitbringsel, das immer gut ankommt. Auch Marmelade oder Sirup von regionalen Manufakturen, handgemachte Seifen aus kleinen Seifenwerkstätten oder Holzspielzeug von regionalen Handwerkern sind liebevolle Aufmerksamkeiten. Wer den Kindern eine Freude machen möchte, die lange anhält, schenkt Pflanzen oder Saatgut für den eigenen Garten – Kräuter, Blumen oder Gemüse, die gemeinsam gesät und gepflegt werden können.

Auch Fairtrade-Produkte sind eine gute Wahl: Schokolade mit Siegel oder Spielzeug aus natürlichen Materialien statt Plastik. In Lübeck und Umgebung findet man solche nachhaltigen Geschenke in vielen kleinen Läden, Hofläden und auf Märkten.

Basteln: Geschenke-Tipp

Du suchst kreative Beschäftigungsideen für die Osterzeit, die gleichzeitig Spaß machen und die Entwicklung deines Kindes fördern? Dann haben wir zwei liebevoll zusammengestellte Bastel-Highlights für dich: ein besonders schönes Bastelbuch zu Ostern für Kinder ab 3 Jahren und eine rundum ausgestattete Bastelbox mit allem Drum und Dran für Kinder ab 5. Perfekt für den Familienalltag oder als Geschenkidee zum Osterfest! Hierentlang

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