Weniger Plastik – mehr Liebe zu unserer Erde

Wir brauchen uns nichts vormachen, Plastik ist überall und zerstört unser ökologisches Gleichgewicht. Es umgibt uns, bestimmt unseren Alltag und wir tragen es sogar schon in unserem eigenen Körper. Doch es gibt Hoffnung. Immer mehr Menschen werden sich dessen bewusst und beginnen, umzudenken und etwas in ihrem alltäglichen Leben und ihren Gewohnheiten zu verändern. Es gibt auch immer mehr Organisationen und Umweltkampagnen, die sich für eine bessere Umwelt einsetzen.

Warum  genau ist Plastik eigentlich so schlimm?

Ganz einfach, es verrottet nicht. Jedes einzelne Stück, das wir produzieren, wird noch in hunderten von Jahren irgendwo existieren, solange es nicht aufwändig verbrannt wurde. Man muss sich mal vorstellen, mit dem bisher produzierten Kunststoff könnte man die Erde ganze sechs Mal komplett einwickeln.

Plastik in unseren Ozeanen

Jährlich werden rund 311 Millionen Tonnen Plastik gefertigt und ganze acht Millionen Tonnen von unserem Müll gelangen davon jährlich in unsere Ozeane. Dort staut es sich massenhaft an oder wird von Fischen gefressen und landet dann am Ende der Nahrungskette in unserem Körper. Es reicht aber auch schon der bloße Kontakt mit Plastik, sei es über die Luft, unsere Nahrung oder Hautkontakt, um gesundheitsschädliche Stoffe wie z.B. Weichmacher aufzunehmen. Diese beeinflussen den Hormonhaushalt oder können Unfruchtbarkeit, Erbgut-Veränderungen und Allergien hervorrufen.

Komplett auf Plastik zu verzichten?

Die Entscheidung, wer all das für seinen Körper und die Umwelt weiterhin möchte, liegt bei jedem einzelnen von uns. Unser Konsum, unser Einkauf ist entscheidend und in wie weit wir bereit sind, in unseren gewohnten Routinen etwas zu verändern. An dieser Stelle möchte ich jeglichen Druck wegnehmen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das nicht von heute auf morgen geht. Schon gar nicht, komplett auf Plastik zu verzichten. Doch hier und da im Alltag ein wenig weniger Plastik, ist leichter als man denkt. Es gibt genügend Alternativen und haben wir einmal die Augen dafür geöffnet, entdecken wir immer mehr. Seitdem ich mich selbst zu einem bewussteren Leben entschieden habe, habe ich eine richtige Freude daran entwickelt, neue, alternative Dinge, Ideen und Methoden auszuprobieren. Die gesunde und umweltschonende Lebensweise wird immer selbstverständlicher und fühlt sich richtig gut an!

Schritt für Schritt

Ganz entspannt, Schritt für Schritt, ist es also durchaus möglich, unserer Erde liebevoll etwas zurückzugeben. Und indem wir sie achtsam und würdevoll behandeln, tun wir dies auch gleichzeitig für uns selbst. Ein bewusster Lifestyle bedeutet aber keineswegs, dass ab da an auf alles verzichtet werden  muss und/oder nur noch teure Bioprodukte gekauft werden dürfen. Im Gegenteil! Es ist nicht nur viel gesünder, sondern oft auch viel günstiger und macht sogar noch Spaß. Denn vieles kann man ganz einfach und schnell selber machen und spart dabei Zeit und Geld.

Eltern haben eine Vorbildfunktion

Besonders wichtig finde ich auch, dass bereits Eltern ihren Kindern eine bewusste Lebensweise mit auf den Weg geben. Denn schließlich werden sie die neuen Erwachsenen sein. Sie werden die Möglichkeit haben, das was sie bei ihren Eltern gelernt haben, nicht nur weiterzuleben, sondern auch weiterzuentwickeln und in die Welt zu tragen. Isabel Schneider

Tipps für den Alltag:
  • Mehrweg statt Einweg
  • Glasfaschen statt Plastikflaschen
  • Auf Fertigprodukte verzichten
  • Alternativen aus z.B. Holz, Bambus, Metall oder Glas
  • Auf Pflegeprodukte verzichten, die Mikroplastik enthalten
  • In Unverpackt-Läden einkaufen