Solidarisches CowSharing

Gerhard Moser, Pächter des Krumbecker Hofs, will ab dem nächsten Jahr seine Rinder nicht mehr wie bisher direkt vermarkten, sondern nach dem Vorbild der im Frühjahr gestarteten Solidarischen Gemüsegärtnerei von Natalie Adams und Dennis Wachholz, auf eine solidarische Tierhaltung umstellen.

Die Rinder-Herde der Rasse Aubrac besteht aus 14 Muttertieren mit Kälbern und acht 2018 geborenen Tieren sowie zwei Rinder, die älter als zwei Jahre sind. Die Aubrac-Rinder verbringen über sieben Monate des Jahres auf den insgesamt 20 ha großen Moorwiesen des Hofes und den Winter im offenen Stall, wo sie sich frei bewegen können. Das Futter kommt aus der eigenen Produktion.

Bei der solidarischen Tierhaltung werden alle Kosten, inklusive Schlachtung, Verarbeitung, Transportkosten, Arbeitszeit und Lohn addiert. Diese Kosten müssen von den Teilnehmern des solidarischen Cow Sharing aufgebracht werden. Dazu wird alles bis ins Detail vorab in 2 Infoveranstaltungen transparent gemacht. Ebenso werden die Mengen an Fleisch, welches in 2020 anfällt bei der Schlachtung der 10 Tiere ermittelt und welche Einzelstücke anfallen, vorgestellt. In der Bieterrunde gibt dann jeder Interessent anhand des Richtpreises anonym seinen wertschätzenden Preis ab. Bei jeder Schlachtung wird das Rind zu 100% verteilt. Die Bieter erhalten dann zehn Mal im Jahr ein Fleischpaket (ca. 3,5 kg) mit Gulasch, Braten, Hack, Rouladen, etc., in haushaltsgerechten Portionen vakuumiert, und etikettiert. Abwechselnd werden dabei auch die Edelteile wie Filet, Rumpsteak oder Entrecote verteilt. 

„Eines unserer wichtigsten Ziele ist eine artgerechte Tierhaltung, sowie eine Verbesserung der Bodenqualität und die Wasserbindung im Boden zu steigern. Wir möchten eine lebendige Erde schaffen durch eine handwerkliche, ökologische Landwirtschaft mit geringer Bodenbearbeitung. Denn nur in einem lebendigen Boden finden sich die Mikroorganismen, die die Grundlage für eine gesunde Pflanze und somit einer gesunden Ernährung für unsere Rinder sind. Außerdem bieten die Flächen Lebensraum für Insekten, Bienen und Vögel. Wir schaffen neue Lebensräume für eine wachsende Vielfalt von Arten. Durch CO2 Speicherung in den Moorwiesen wollen wir einen Beitrag zur Umkehr des Klimawandels leisten.“

Wer Interesse an frischem, lokalem und nachhaltig produzierten Bio-Fleisch hat und das Konzept der regenerativen Landwirtschaft unterstützen möchte, kann sich auf der Informationsveranstaltung am 30. November um 15 Uhr in der Kulturscheune des Krumbecker Hofs in Obernwohlde umfassend informieren. 

Mehr Infos unter: www.krumbecker-hof.de/biofleisch/