Eingeimpft – Familie mit Nebenwirkungen

Nach „Vergiss mein nicht“ der neue Film von David Sieveking.

Wenn ein Kind zur Welt kommt, begrüßen die Eltern es mit liebvoller Zuwendung und staunen über die prächtige Entwicklung. Die familiäre Idylle wird schon nach einigen Wochen gestört, wenn das vollkommen gesunde kleine Mädchen geimpft werden soll und zwar gleich gegen acht verschiedene Krankheiten. Wenn die Partnerin aufgrund einer schlechten Erfahrung mit dem Impfen dagegen ist, wird der Lebensgefährte gefordert, seine Sichtweise, das Impfen für selbstverständlich zu halten, zu hinterfragen.

Den Beziehungskonflikt nimmt David zum Anlass für eine Recherche, die ihn um die halbe Welt führt. an das Robert Koch-Institut in Berlin führt, zur Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf oder zu innovativen Forschern in Westafrika. Dabei ist er ebenso hartnäckig wie gewissenhaft, ebenso sensibel wie aufgeschlossen auf der Suche nach der besten Lösung für seine wachsende Familie und erkennt, wie wichtig es ist, sich bald zu entscheiden, denn in der Berliner Nachbarschaft brechen die Masern aus, und Jessica ist wieder schwanger.

Eingeimpft ist ein deutscher Dokumentarfilm, in dem der Filmemacher die langwierige Entscheidungsfindung über die Impfung seiner neugeborenen Tochter aufzeigt. Wer bereits seinen preisgekrönten Dokumentarfilm über das Leben mit seiner demenzerkrankten Mutter gesehen hat, weiß um die Sensibilität, die David Sieveking aufwendet – in gewohnt autobiografischer Weise. Sein neuer Film liefert Anstöße für einen konstruktiven Umgang mit dem komplexen Thema und ist gleichzeitig eine Beziehungskomödie, die uns in den turbulenten Alltag einer jungen Familie mitnimmt – inklusive aller Höhen und Tiefen. Parallel zum Kinostart wird im Verlag Herder ein gleichnamiges Buch erscheinen, dass die Hintergründe der Filmhandlung beleuchtet.

Kinostart: 19. April 2018 im Verleih von farbfilm verleih GmbH